Ratgeber · Kurtaxe-Grundlagen

Was ist die Kurtaxe, und warum verlangt jede Schweizer Gemeinde einen anderen Satz?

Wer in der Schweiz ein Hotelzimmer oder eine Kurzzeitvermietung gebucht hat, kennt vermutlich die kleine Zusatzposition auf der Rechnung: Kurtaxe, taxe de séjour oder tassa di soggiorno, je nach Region. Es handelt sich um eine Abgabe pro Person und Nacht — anders als bei der Mehrwertsteuer gibt es dafür keinen einzigen nationalen Satz, sondern jede der rund 2'100 Schweizer Gemeinden legt ihn eigenständig fest.

Warum sie so stark variiert

Die Schweizer Kurtaxe ist ein kommunales, kein nationales Instrument. Jede Gemeinde bestimmt ihren eigenen Satz per eigenem Reglement (oft Kurtaxenreglement genannt) — deshalb kann ein Ferienort fast CHF 8 pro Person und Nacht verlangen, während eine Stadt kurz entfernt unter CHF 4 bleibt, und eine Nachbargemeinde möglicherweise gar nichts erhebt.

Wofür das Geld in der Regel verwendet wird

Die Einnahmen aus der Kurtaxe sind meist für die lokale touristische Infrastruktur zweckgebunden — Wegunterhalt, lokaler Verkehr, Betrieb des Tourismusbüros und Werbung — statt in den allgemeinen Gemeindehaushalt zu fliessen. Die genaue Verwendung regelt jede Gemeinde in ihrem eigenen Reglement.

Wer sie tatsächlich bezahlt

Der Übernachtungsgast bezahlt sie, meist als Zuschlag zur Unterkunftsrechnung. Der Beherbergungsanbieter — ein Hotel oder ein Gastgeber bei Kurzzeitvermietung — ist in der Regel dafür verantwortlich, sie bei den Gästen einzuziehen und nach einem von der Gemeinde festgelegten Rhythmus an die Gemeinde oder das Tourismusbüro abzuführen.

Wo der aktuelle Satz einer bestimmten Gemeinde zu prüfen ist

Da Sätze und Regeln auf Gemeindeebene liegen und sich ändern können, ist die zuverlässigste Methode, das eigene Reglement der jeweiligen Gemeinde zu prüfen oder deren Tourismusbüro direkt zu kontaktieren. Diese Seite erfasst eine Auswahl der meistbesuchten Tourismusgemeinden und prüft die veröffentlichte Quelle jeder davon regelmässig neu — aktuelle Werte und direkte Quellenlinks finden sich auf den jeweiligen Gemeindeseiten.